Es gibt überraschend viele Parallelen zwischen der Spitzenkunst der Musik und dem Spitzensport. Damit ein Orchester oder eine Mannschaft richtig gut funktioniert, brauchen beide Formationen hochkarätige und talentierte Musiker bzw. Spieler, ein perfektes Zusammenspiel und einen hervorragenden Dirigenten bzw. Trainer. Wenn man dazu noch die Entschlossenheit, die Motivation und die Bereitschaft der Musiker bzw. Spieler hinzufügt, weiter an sich zu arbeiten, ist der Erfolg garantiert.
Ein Orchester stellt, genau wie eine Sportmannschaft, hohe technische Anforderungen an seine Musiker. Die Musiker müssen ihre Instrumente präzise beherrschen und gleichzeitig jedes Stück mit exakter Rhythmik, Intonation, Dynamik und Phrasierung spielen. Bei Sportlern lässt sich dies mit dem Einstudieren von Spielsituationen, Pässen, Schüssen oder Smashes vergleichen. Hinter einer perfekten Darbietung stecken Hunderte von Stunden harter Arbeit, egal ob man Flöte spielt oder im Angriff steht.
Die Kreativität der Spieler ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Leistung in beiden Lagern – sie verbessert sowohl das Spiel als auch die Gesamtleistung. Wenn jeder Spieler seinen ganz eigenen Beitrag leistet, bereichert dies das Spiel ungemein und führt zu einem einmaligen Erlebnis, das uns noch viele Jahre in Erinnerung bleiben wird. So wie beispielsweise Paganinis Capriccio Nr. 24 oder Panenkas Lupfer in Belgrad.
Die Musiker eines Philharmonieorchesters sind ebenso wie Spitzensportler Profis, von denen bei jedem Auftritt oder Spiel eine individuelle Spitzenleistung erwartet wird. Deshalb müssen sie stets in Form sein und bestimmte Lebensgewohnheiten einhalten. Keiner dieser Profis würde es sich erlauben, den Abend vor einem Spiel oder Konzert in einer Kneipe zu verbringen. Im besten Fall wird man vom Publikum nur ausgebuht, im schlimmsten Fall erwischt einen der Trainer und streicht einen aus dem Team.
Weder ein Philharmonieorchester noch eine Sportmannschaft kommen ohne einen Dirigenten oder Trainer aus, der in der Lage sein muss, eine Strategie und einen Spielplan zu entwickeln und die Mannschaft zum Sieg zu führen. Er ist für die Vorbereitung, die Motivation und die Leistung der einzelnen Spieler sowie der gesamten Mannschaft zuständig. Er ist verantwortlich für die Kommunikation und die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft, damit sich alle als Teil davon fühlen. Er ist die Schlüsselfigur, die das Spiel koordiniert und leitet.
Die Ähnlichkeit zwischen der Südböhmischen Philharmonie und einer Sportmannschaft geht jedoch noch weiter. Wussten Sie, dass auch die Philharmoniker einen Kustos haben? Im Gegensatz zu seinem Kollegen im Sport ist er nicht für Trikots, Schuhe oder Schläger zuständig, sondern bereitet Notenpulte, Ständer, Bassstühle und Noten nach den Wünschen des Dirigenten oder der Musiker vor. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, egal ob man Tschaikowski spielt oder in der 1. Liga.
Im Mittelpunkt der Werbekampagne stehen originelle Spots, die die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich ziehen und auf unterhaltsame Weise zeigen, wie ein Philharmonieorchester funktioniert. Obwohl es sich um das Genre der klassischen Musik handelt, nehmen sich die Philharmoniker selbst nicht allzu ernst und haben sichtlich Spaß an ihren neuen Rollen in der Kampagne. Und wir sind überzeugt, dass sie auch Sie mit ihrer Darbietung begeistern werden.
Klassische Musik mag den Eindruck erwecken, dass sie nicht jedermanns Sache ist, doch wenn man erst einmal auf den Geschmack gekommen ist, ist sie unwiderstehlich. Bei jedem Konzert der Südböhmischen Philharmonie können sich die Zuschauer daher auf ein fesselndes Spiel voller Drama, Emotionen und Spannung freuen. Und das ganz ohne einen einzigen Fehltritt!
Die Südböhmische Philharmonie wurde 1981 in České Budějovice unter dem ursprünglichen Namen „Südböhmisches Staatsorchester“ gegründet und zählt derzeit 39 Mitglieder.
An der Gründung des Orchesters war der Dirigent Jaroslav Vodňanský beteiligt; später folgten ihm in der Funktion des Chefdirigenten Ondřej Kukal, Břetislav Novotný, Jaroslav Krček, Stanislav Vavřínek und Jan Talich. Seit 2021 ist Miran Vaupotić Chefdirigent.
Neben der Interpretation von Werken klassischer Komponisten und Stücken für kleinere Orchester orientiert sich das Orchester zunehmend an aktuellen Trends wie der Verschmelzung von Genres und der Erforschung neuer Ansätze bei der Interpretation oder Präsentation und arbeitet systematisch daran, die Qualität seiner Darbietungen kontinuierlich zu verbessern. Die meisten Musiker sind junge, ehrgeizige, talentierte und vielversprechende Interpreten, die jede weitere Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit Spitzen-Dirigenten und Solisten begrüßen.
Das Ziel der Südböhmischen Philharmonie ist es, das Interesse der bestehenden Abonnenten aufrechtzuerhalten und sich gleichzeitig an ein jüngeres Publikum sowie an die breite Öffentlichkeit zu wenden, damit auch Südböhmen zu den Konzerten kommen, die bisher noch keinen Zugang zur klassischen Musik gefunden haben.
