Heute kann ich sagen, dass es wirklich toll war und wir uns Schritt für Schritt bis zum heutigen Stand vorgearbeitet haben. Wir arbeiten im Rahmen unserer Möglichkeiten sehr gut, genießen das Vertrauen und die Unterstützung unseres Trägers – der Region Südböhmen – und natürlich auch derjenigen, die wirklich zählen: der Zuschauer. Es ist eine wunderbare, kreative Arbeit, es macht einfach große Freude.
Ein kleiner Wermutstropfen dieser Zusammenarbeit war die Errichtung einer Art Schutzwall gegen diejenigen, die versuchten, sich auf unser Handeln zu stürzen und es auszunutzen. Sich ein Stückchen für sich abzuschneiden, obwohl sie nichts beitragen, sondern nur gerne etwas mitnehmen würden. Und so muss ich bis heute gelegentlich sinnlose Angriffe derer abwehren, die sich mit dieser Abgrenzung nicht abgefunden haben. Ich muss sagen, dass ich solchen Typen zuvor noch nirgendwo begegnet bin. Nun ja, jede Arbeit bringt den Kontakt mit großartigen Menschen, aber auch mit denen vom anderen Ende des Spektrums mit sich. Glücklicherweise gibt es von den Letzteren um ein Vielfaches weniger. Nur wenige. Einzelne.
Musiker sind Menschen, die sich schon von Kindesbeinen an auf ihren zukünftigen Beruf vorbereiten müssen. Außerdem müssen sie Talent haben. Und dann schließen sie ihr Studium ab und beginnen, großartige Musik zu schaffen, die außergewöhnlich, erhaben und – ich scheue mich nicht zu sagen – einfach die beste ist. Diese Menschen verdienen sowohl Unterstützung als auch Demut. Seien wir froh, dass in diesem Land praktisch jede Kreisstadt ihr eigenes Orchester hat. Seien wir froh, dass solche Spitzenkultur so greifbar ist, gleich um die Ecke. In einer Zeit, in der uns von allen Seiten musikalischer Schund aus dem Radio und dem Fernsehen entgegenströmt. Diese Menschen, diese Orchester sind da, um die Tradition und das Bewusstsein aufrechtzuerhalten und – ohne Übertreibung – Freude zu bereiten. Lasst uns diese Freude gemeinsam mit ihnen genießen.
Es war und ist – das möchte ich abschließend noch einmal betonen – einfach ein Traumjob. Ich bin glücklich, dass ich mich schon seit über einem Jahrzehnt dieser Tätigkeit widmen kann.
OS
